Bedienung der Waage
Mikro-, Semimikro-, Analysen-, und Präzisionswaagen sind Messinstrumente von höchster Präzision. Wenn Sie die nachfolgenden Tipps beherzigen, erhalten Sie zuverlässige Wägeresultate.
Einschalten
Trennen Sie die Waage nicht vom Stromnetz
und lassen Sie sie immer eingeschaltet. So kann sich in der Waage ein
thermisches Gleichgewicht einstellen.
- Wenn Sie die Waage ausschalten, benutzen Sie dafür die
Anzeigetaste (bei älteren Modellen die Tarataste). Die Waage befindet
sich dann im Standby Mode. Die Elektronik steht weiterhin unter Strom
und es ist keine Aufwärmzeit nötig.
TIPP: Beim ersten Anschliessen an das
Stromnetz empfehlen wir unterschiedliche Aufwärmzeiten. Diese betragen
für:
- Mikrowaagen bis zu 12 Stunden,
- Semimikrowaagen und Analysenwaagen ca. 6 Stunden
- Präzisionswaagen ca. 3 Stunden.
Beachten Sie unabhängig von diesen Richtwerten auf jeden Fall die in
der Bedienungsanleitung angegebenen Minimalzeiten.
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Verbessern
Sie die Kontrolle über Ihren Wägeprozess und sparen Sie Kosten.
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Nivellieren
Richten Sie die Waage aus.
Prüfen Sie dazu, ob sich die Luftblase der Libelle im Zentrum
befindet. Korrekturen können Sie an den Stellfüssen vornehmen.
Anschliessend müssen Sie die Empfindlichkeit der Waage justieren. Das
exakte Vorgehen ist in der Bedienungsanleitung der Waage
beschrieben.
TIPP: Wenn Sie die richtige Nivellierung der
Waage jederzeit sicherstellen und dies auch dokumentieren möchten, zum
Beispiel um die Anforderungen nach GxP1) zu erfüllen,
empfehlen wir die Waagenfamilie Excellence Plus mit der eingebauten
Niveaukontrollautomatik “LevelControl”.
1) GxP Good Laboratory Practice (GLP) or Good
Manufacturing Practice (GMP)
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Justieren
Justieren Sie die Empfindlichkeit der Waage
regelmässig, vor allem dann, wenn Sie
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- die Waage zum ersten Mal in Betrieb nehmen
- nach Standortwechseln
- nach dem Nivellieren
- nach grossen Temperatur-, Feuchtigkeits- oder
Luftdruckveränderungen.
TIPP: Möchten Sie, dass die Justage zum
Beispiel nach einer Temperaturveränderung vollautomatisch durchgeführt
wird, lohnt sich die Anschaffung von Waagen mit “FACT”. Bei diesen
Modellen erfolgt das Justieren selbsttätig. Damit können Sie auch das
Zeitintervall für routinemässige Überprüfungen vergrössern.
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Ablesen
Beachten Sie zu Beginn jeder Wägung die
exakte Nullpunktanzeige. Nullen Sie gegebenenfalls, um Nullpunktfehler
zu vermeiden.
- Lesen Sie das Resultat erst nach Erlöschen des kleinen runden
Kreises links oben in der Waagenanzeige ab. Über diese
Stillstandskontrolle wird das Wägeergebnis freigegeben.
TIPP: Eine weiter verbesserte
Stillstandskontrolle bietet die Excellence Plus Linie. Diese Waagen
stellen instabile Messwerte in Blau dar. Tritt Stabilität ein, wechselt
die Anzeige sofort zu Schwarz und der Kreis links oben verschwindet. So
erkennen Sie ein stabiles Wägeergebnis zuverlässiger, schneller und
sicherer.
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Waagschale
Platzieren Sie das Wägegut immer in die
Mitte der Waagschale. So vermeiden Sie Eckenlastfehler.
- Belasten Sie bei Mikro- und Semimikrowaagen die Waagschale nach
längerer Pause (>30 min) zuerst einmal kurz, um den so genannten
Erstwägeeffekt auszuschalten.
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Wägegefäss
Verwenden Sie das
kleinstmögliche Wägegefäss.
- Vermeiden Sie Wägegefässe aus Kunststoff, wenn die Luftfeuchte
unter 30-40 % liegt. Unter diesen Bedingungen besteht ein erhöhtes
Risiko für elektrostatische Aufladung.
Elektrisch nichtleitende Materialien wie Glas und Kunststoff können
sich elektrostatisch aufladen. Dies kann zu drastischen Verfälschungen
des Wägeergebnisses führen. Sorgen Sie deshalb für entsprechende
Gegenmassnahmen (siehe
Elektrostatik).
- Wägegefäss und Wägegut sollten die gleiche Temperatur wie die
Umgebung aufweisen. Temperaturunterschiede können zu Luftströmungen
führen, die das Wägeresultat verfälschen ( siehe
Temperatur).
Lassen Sie das Wägegefäss nach der Entnahme aus einem Trocknungsofen
oder Geschirrspüler abkühlen, bevor Sie es in die Waage stellen.
- Wenn möglich, stellen Sie das Wägegefäss nicht mit den Händen in
den Wägeraum, um die Temperatur und Luftfeuchte von Wägeraum und
Wägegefäss nicht zu verändern. Dies hätte ungünstigen Einfluss auf den
Wägevorgang.
 TIPP: Verschiedene
Taragefässhalter bieten optimale Voraussetzungen für störungsfreie und
sichere Einwaagen (siehe Abbildungen).
Taragefässhalter “ErgoClip
Basket”.
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Windschutz
Öffnen Sie die Windschutztüren nur so weit
wie nötig. So bleibt das Klima im Wägeraum konstant und das
Wägeresultat wird nicht beeinflusst.
- Stellen Sie Waagen, die einen automatischen und konfigurierbaren
Windschutz besitzen wie die Instrumente der Excellence Plus Familie,
auf minimale Öffnung des Windschutzes ein.
TIPP: Wenn Sie auch unter schwierigsten
Bedingungen bedeutend einfacher und genauer messen möchten, empfehlen
wir spezifisches Zubehör für unsere Excellence und Excellence Plus
Waagenfamilien.
Selbst bei sehr kleinen Einwaagen mit engen Toleranzen und
ungünstigen Umgebungsbedingungen erhalten Sie beste Ergebnisse. Unsere
Sonderwindschutztüre “MinWeigh Door” ist zum Beispiel perfekt für den
Einsatz in Wägekabinen konzipiert. Bietet aber auch bei “normalen”
Wägebedingungen Vorteile. Die Wiederholbarkeit der Nettoablesung lässt
sich damit etwa um den Faktor zwei verbessern!
Die Benutzung der Waagschale “SmartGrid” – die sich durch
Gitterlaminierungen auszeichnet – stabilisiert die Wägung so gut, dass
die Windschutztüre bei 4stelligen Analysenwaagen während der Wägung in
der Regel geöffnet bleiben kann.
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Pflege der Waage
Halten Sie Wägeraum und Waagschale
sauber.
- Setzen Sie zum Wägen ausschliesslich saubere Wägegefässe ein.
- Als Pflegemittel genügen einfache Fensterputzmittel.
- Verwenden Sie zum Reinigen fuselfreie Lappen
- Pinseln Sie Verunreinigungen nicht in allfällige Öffnungen.
- Entfernen Sie vor dem Reinigen erst alle abnehmbaren Teile wie etwa
die Waagschale.
TIPP: Bei den Analysenwaagen Excellence und
Excellence Plus können Sie alle Windschutzscheiben zur Reinigung in
einer Geschirrspülmaschine einzeln entfernen.
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