Ablesbarkeit
Als Ablesbarkeit einer Waage wird die kleinste an der Anzeige
ablesbare Differenz zweier Messwerte bezeichnet. Bei einer
Digitalanzeige ist dies der kleinste Ziffernschritt, auch Teilungswert
genannt.

1) 1d = 1 Digit = ein Ziffernschritt
TIPP: “DeltaRange” oder
“DualRange” Waagen zeichnen sich durch zwei unterschiedliche
Ablesbarkeiten aus. Damit stellen sie gegenüber einer Einbereichswaage
eine preislich interessante Alternative dar.
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Verbessern
Sie die Kontrolle über Ihren Wägeprozess und sparen Sie Kosten.
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Genauigkeit
Qualitative Bezeichnung für das Ausmass
der Annäherung von Ermittlungsergebnissen an den Bezugswert, wobei
letzterer je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre, der richtige
oder der Erwartungswert sein kann [DIN1) 55350-13].
Oder kurz: Wie nahe kommt die Anzeige einer Waage an das tatsächliche
Gewicht eines Wägeguts heran.
2) DIN Deutsches Institut für Normung
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Genauigkeitsklassen von
Prüfgewichten
Zusammenfassung verschiedener Gewichtsstücke in Klassen gleicher
Genauigkeit.
Durch die Empfehlung der Gewichtsklasse nach OIML3) R111
wird sichergestellt, dass die Fehlergrenzen entsprechend der
Gewichtsklassifizierung eingehalten werden und die Material- und
Oberflächenqualität dieser internationalen Empfehlung entsprechen. www.oiml.com
Qualitätsmanagement-Normen verlangen im Rahmen der
Prüfmittelüberwachung, dass Waagen in bestimmten Intervallen mit
rückführbaren Gewichten kalibriert bzw. justiert werden. Hierfür
müssen zertifizierte Gewichte mit einer entsprechenden
Genauigkeitsklasse verwendet werden.
3) OIML Organisation Internationale de Métrologie
Légale
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Empfindlichkeit
Änderung der Ausgangsgrösse eines
Messgeräts dividiert durch die zugehörige Änderung der Eingangsgrösse
([VIM] 5.10)4).
Bei einer Waage die Änderung des Wägewerts ΔW geteilt durch die sie
verursachende Belastungsänderung Δm

Die Empfindlichkeit gehört zu den bedeutsamen Spezifikationen einer
Waage. Die spezifizierte Empfindlichkeit einer Waage versteht sich im
Allgemeinen als globale Empfindlichkeit (Steilheit), gemessen über den
Nennbereich.
4) VIM International
Vocabulary of basic and general terms in Metrology
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Temperaturkoeffizient der Empfindlichkeit
Die Empfindlichkeit ist temperaturabhängig. Der Grad an Abhängigkeit
wird über die reversible Abweichung des Messwerts unter dem Einfluss
einer Temperaturänderung in der Umgebung ermittelt. Angegeben wird sie
durch den Temperaturkoeffizienten der Empfindlichkeit (TC) und
entspricht der prozentualen Abweichung der Gewichtsanzeige (bzw. der
Einwaage) pro Grad Celsius. Der Temperaturkoeffizient der
Empfindlichkeit beträgt bei einer XP-Waage beispielsweise 0.0001
%/°C.
Dies bedeutet, dass sich bei einer Temperaturänderung von 1 Grad
Celsius die Empfindlichkeit um 0.0001 % oder ein Millionstel
ändert.
Der Temperaturkoeffizient lässt sich wie folgt berechnen:

Darin ist ΔS die Änderung der Empfindlichkeit und ΔT die
Temperaturänderung.
Die Empfindlichkeitsänderung ΔS ist gleich der Resultatsänderung ΔR
geteilt durch die Wägelast m, bzw. nach dem Tarieren durch die
Einwaage. Mit diesen Angaben lässt sich die Abweichung des
Messresultats bei einer bestimmten Temperaturänderung durch Umformung
berechnen.
Für den Anzeigewert erhalten wird dann:

Wenn Sie auf der XP/XS Analysenwaage eine Last (Einwaage) von 100 g
wägen, und sich die Umgebungstemperatur im Labor seit der letzten
Justierung um 5 °C verändert hat, kann der Fehler im Wägeergebnis ΔR
(mit dem Temperaturkoeffizienten der XP von 0.0001 %/°C) im
ungünstigsten
Fall folgendes Ausmass annehmen:
Würde die Last dagegen nur 100 mg betragen, also 1000 Mal weniger,

dann fiele auch die maximale Abweichung entsprechend kleiner aus. Sie
würde dann lediglich 0.5 μg ausmachen.
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FACT
Abkürzung von „Fully
Automatic Calibration Technology“ („FACT“).
Automatische Justage der Empfindlichkeit je nach Waagentyp auch der
Linearität einer Waage. Die Justage wird bei Überschreiten einer
vorgegebenen Temperaturänderung ausgelöst.
Interne Gewichte werden in der Produktion durch eine «Urkalibrierung»
rückführbar an internationale Massestandards angeschlossen. Bei
diesem Vorgang wird die Masse des internen Gewichts durch Auflegen
eines zertifizierten Gewichts ermittelt und in der Waage als Wert
gespeichert.
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proFACT
Abkürzung für „Professional Fully Automatic Calibration
Technology“ („proFACT“). Professionelle Automatische Justierung der
Empfindlichkeit.
TIPP: Die Excellence und
Excellence Plus Semimikro- und Analysenwaagenfamilie verfügt über
zwei interne Gewichte. Das heisst, beim Justieren wird nicht nur die
Empfindlichkeit, sondern auch die Nicht-Linearität getestet.
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Linearität (Nicht-Linearität)
Eigenschaft einer Waage, dem linearen
Zusammenhang zwischen der aufgelegten Last m und dem angezeigten
Wägewert W (Empfindlichkeit) zu folgen. Dabei stellt man sich zwischen
Null- und Maximallast eine Gerade als Wägekennlinie vor (siehe:
Empfindlichkeit).
Anderseits definiert die Nicht-Linearität die Breite des Bandes,
innerhalb dessen eine Plus- oder Minusabweichung des Messwerts von der
idealen Kennlinie vorkommen kann.
Die Abweichung vom linearen Verlauf der Kennlinie beträgt
beispielsweise bei der METTLER TOLEDO Excellence Plus Analysenwaage
XP205DR maximal ±0.15 mg über den gesamten Wägebereich von 200 g.
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Wiederholbarkeit
Fähigkeit einer Waage, bei wiederholten Wägungen desselben Objektes
auf die gleiche Weise, bei unveränderten Bedingungen, übereinstimmende
Messwerte anzuzeigen ([OIML5) R 76 1] T.4.3).
Die Messreihe muss von demselben Bediener nach demselben
Wägeverfahren, an derselben Position auf dem Lastträger, am gleichen
Aufstellort, bei konstanten Umgebungsbedingungen und ohne Unterbrechung
durchgeführt werden.
Die Standardabweichung der Messreihe ist ein geeignetes Mass, um den
Wert der Wiederholbarkeit anzugeben.
Insbesondere bei hochauflösenden Waagen ist das Mass der
Wiederholbarkeit nicht nur eine von der Waage gegebene Eigenschaft. Die
Wiederholbarkeit ist auch von den Umgebungsbedingungen (Luftzug,
Temperaturschwankungen, Vibrationen) vom Wägegut und zum Teil von der
Erfahrung der wägenden Person abhängig.
Das folgende Beispiel zeigt eine typische Messreihe, ausgeführt auf
einer
Semimikrowaage mit einer Ablesbarkeit von 0.01 mg.

Den Mittelwert und die Wiederholbarkeit dieser Messreihe wollen wir nun
bestimmen.
Mittelwert:
xi = i-tes Resultat der Messreihe
N: Anzahl der Messungen (Wägungen), üblicherweise 10
Der Mittelwert beträgt x = 27.514667 g.

Als Mass für die Wiederholbarkeit t wird die Standardabweichung s
verwendet.
Die Wiederholbarkeit der Messreihe beträgt demnach s = 0.0095 mg.
Die Unsicherheit des Messresultats macht etwa das Zwei- bis Dreifache
der Wiederholbarkeit aus u ≈ 2s... 3s d.h., das wahre Resultat x liegt
innerhalb des Intervalls x - u < x < x + u
In unserer Messreihe wird u ≈ 2 s ≈ 2 x 0.01 mg = 0.02 mg, so dass wir
das Wägeresultat mit x ± u = 27.51467 g ± 0.02 mg angeben können. Mit
der in vorstehender Messreihe verwendeten Waage beträgt daher der
kleinste für diese Last überhaupt zu erwartende Messwert 27.51465 g
und der Grösste 27.51469 g, was gut mit der Messreihe
übereinstimmt.
5) OIML Organisation Internationale de Métrologie
Légale
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Rückführbarkeit
Die Eigenschaft eines Messergebnisses durch eine ununterbrochene
Kette von Vergleichsmessungen mit angegebenen Messunsicherheiten auf
ein internationales oder nationales Normal bezogen zu sein
([VIM]6) 6.10). Die bei Massebestimmungen verwendeten
Normalgewichtstücke sind jeweils auf die übergeordneten Normale
zurückgeführt.
6) VIM International Vocabulary of Basic and General
Terms in Metrology
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Nivellieren
Einrichten einer Waage in ihre Bezugslage
(i.d.R. waagerecht stellen), d.h. ihre Wirkungsachse parallel zur
Senkrechten ausrichten. I.d.R. ist dies gleichbedeutend damit, das
Gehäuse der Waage waagerecht zu stellen. Das Resultat wird um den
Kosinus des Neigungswinkels verfälscht. Abhilfe: Alle Waagen besitzen
die Möglichkeit, mit Stellfüssen nivelliert zu werden.
TIPP: Die Excellence Plus
Waage besitzt “LevelControl”, eine vollautomatische
Nivellierungsüberwachungsautomatik. Die Automatik meldet und
dokumentiert sofort, wenn die Waage ausserhalb der Nivellierung ist.
Dies erhöht die Messsicherheit und schliesst Fehler durch die
risikobehaftete, visuelle Kontrolle z. B. in einer Wägekabine
aus.
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Eckenlast
Abweichung des Messwerts durch
aussermittige (exzentrische) Belastung.
Die Eckenlast nimmt mit dem Gewicht der Last und ihrer Entfernung
vom Zentrum des Lastträgers zu.
Bleibt die Anzeige auch beim Aufsetzen derselben Last an
unterschiedlichen Stellen der Waagschale konstant, dann besitzt die
Waage keine Eckenlastabweichung.
Achten Sie daher gerade bei hochauflösenden Waagen auf eine genau
mittige Platzierung des Wägegutes.
Die offizielle Bezeichnung der Eckenlast lautet: “Abweichung bei
aussermittiger Belastung”.
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Reproduzierbarkeit
Ausmass der Annäherung zwischen den Messwerten derselben Messgrösse,
wobei die einzelnen Messungen bei unterschiedlichen Bedingungen (welche
anzugeben sind) durchgeführt werden, so etwa bezüglich
- des Messverfahrens
- des Beobachters
- der Messeinrichtung
- des Messortes
- der Anwendungsbedingungen
- des Zeitpunkts
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Richtigkeit
Qualitativer Begriff als Urteil über die
systematische Abweichung von Messungen. Ausmass der Übereinstimmung
zwischen dem Erwartungswert (Mittelwert) einer Serie von Messwerten und
dem wahrem Wert des Messobjekts ([ISO7) 5725] 3.7).
Bemerkung
Die Richtigkeit kann nur beurteilt werden, wenn mehrere Messwerte,
sowie ein anerkannt richtiger Bezugswert vorliegen.
7) ISO International Standards Organization
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Präzision
Qualitativer Begriff als Urteil über die
Streuung von Messungen.
Ausmass der Übereinstimmung von unabhängigen Messwerten unter
festgelegten Bedingungen ([ISO 5725] 3.12).
Die Präzision hängt nur von der Verteilung der zufälligen
Abweichungen ab, nicht vom wahren Wert der Messgrösse
(Richtigkeit).
Beispiel
Fähigkeit eines Messgeräts, Messwerte zu liefern, die wenig
streuen.
Bemerkung
Die Präzision kann nur beurteilt werden, wenn mehrere Messwerte
vorliegen.
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Messunsicherheit
Ein dem Messergebnis zugeordneter Parameter, der die Streuung der
Werte kennzeichnet, die vernünftigerweise der Messgrösse zugeordnet
werden kann ([VIM]8) 3.9).
Dieser Parameter, d.h., die Messunsicherheit, wird i.d.R.
ausgedrückt durch die Standardunsicherheit u oder die erweiterte
Messunsicherheit U (Vertrauensbereich). Eine Anleitung zur Bestimmung
der Messunsicherheit ist in GUM9) enthalten.Die
Messunsicherheit nach GUM erhält man durch das Summieren der
quadratischen Fehlergrössen, wenn sich dieselben nicht gegenseitig
beeinflussen.
Hinweis
Die Messsunsicherheit kann man auf verschiedene Arten berechnen. Im
Pharmabereich wird die Referenzgehaltsbestimmung oft nach U.S.
Pharmakopöe ermittelt, ansonsten ist oft auch die Messsunsicherheit
nach ISO10) 17025 vorzufinden. Letztere entspricht
derjenigen des GUM.
TIPP: METTLER TOLEDO
Service bietet in den meisten Ländern auf Kundenwunsch die genannten
Messunsicherheitsbestimmungen vor Ort.
8) VIM International Vocabulary of Basic and General
Terms in Metrology
9) GUM Guide of Uncertainty of Measurement
10) ISO International Standards Organization
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Minimaleinwaage
Die Minimaleinwaage gibt den Hinweis, dass das Messresultat bei
Unterschreitung dieser Grösse eine zu grosse relative Abweichung zur
Folge hat.
TIPP: METTLER TOLEDO
Waagern der Linie Excellence Plus verfügen über die beste
Wägetechnologie. Damit werden kleinste Minimaleinwaagen erreicht.
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Kalibrierung
Feststelllen der Abweichung zwischen
Messwert und dem wahren Wert der Messgrösse bei vorgegebenen
Messbedingungen.
TIPP: Die METTLER TOLEDO
Excellence und Excellence Plus Waagen dokumentieren die jeweilige
Abweichungen auf dem Display oder senden sie extern auf eine Software
oder einen Drucker.
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Justierung
Feststellen der Abweichung zwischen dem
Messwert und dem wahren Wert der Messgrösse bei vorgegebenen
Messbedingungen. Anschliessend ist eine Korrektur vorzunehmen.
TIPP: Die METTLER TOLEDO
Excellence und Excellence Plus Waagen dokumentieren die jeweilige
Abweichungen auf dem Display oder senden sie extern an eine Software
oder einen Drucker. Als Software empfehlen wir “LabX balance” mit
integrierter Prüfmittelüberwachung nach METTLER TOLEDO Guter
WägePraxis™ (www.mt.com/GWP).
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